Samstag, 22. Dezember 2007

Nokia Night Of The Proms



Am 16.12.07 hab' ich mir zum ersten Mal die "Nokia Night Of The Proms" angesehen - dank Einladung in der VIP-Loge einer Firmenveranstaltung (Essen und Getränke inklusive).
Die Vorstellung an sich wäre jetzt nix, was ich mir für Eintrittspreise ab ca. 37 € ansehen würde (wobei die Loge noch um einiges mehr kostet!) - dafür war die Besetzung einfach zu schwach und der Klassik-Anteil zu hoch.Aufgetreten sind Paul Carrack ("Mike & The Mechanics"), "Soulsister", Hartmut Engler und Konsorten von Pur sowie noch der ein oder andere unbekannte Act.


Als Highlight wird immer wieder John Miles gepriesen, der mit Sicherheit auch ein guter Musiker ist, aber außer "Music" in den 70er Jahren eigenständig aber auch rein gar nix zustande gebracht hat, was sich im Radio oder in den Charts wiederfand. Dieses ständige Hochjubeln geht einem dann schon auf den Keks. Zumal ich mit "moderierten Musikabenden" eh nicht so ganz einverstanden bin. In der Regel wird sowas immer albern, peinlich oder viel zu steif.

Die ganze Veranstaltung ist eher für die Generation 40+ gedacht. DieRock-/Popkünstler, die sich seit Jahrzehnten bei der Nokia Night präsentieren, fallen eher unter die Kategorie "One Hit Wonder" bzw. "letzter Hit vorm Krieg". Eigenständige Tourneen kriegen die meisten nicht mehr hin - da bietet sich dieses Format natürlich an. Wobei man hier jedoch noch erwähnen sollte, dass "Soulsister" stimmlich noch voll auf der Höhe waren und mit ihrem Song "The way to your heart" die Halle zum Toben brachten. Nur, weil es niemand mehr hören will, ist die Musik nicht gleich schlecht.

Hartmut Engler als Stimmungskanone erinnerte dann doch irgendwie immer mal wieder an Michael Wendler. Obwohl deutlich besser als dieser - auf Dauer auch nicht zu ertragen.Der Abend war schon in Ordnung - sogar einige Klassikeinlagen waren hörenswert -, aber gar kein Vergleich zu dem vor einigen Wochen gesehenen Rod Stewart.Tja, und sonst? Cola getrunken, am Büffet bedient, Nachos gegessen und hier und da auch mal ganz nett unterhalten. Mal sehen, wer nächstes Jahr so vorbeischaut - und ob ich nochmal die Möglichkeit habe, mitzugehen.
Kostenlos. Umsonst. Natürlich...

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Erst nix bezahlen und dann noch maulen... nene Martin... das ist doch keine Einstellung ;-)

Wobei mich mal interessieren würde: WIelange geht diese "Night" eigentlich, und wieviel verschiedene Acts sind da untergebracht?