Die für meine Verhältnisse relativ kurzfristig gekauften Karten für das Konzert von
"Ich + Ich" (nur Sänger Adel Tawil steht auf der Bühne - Kollegin Annette Humpe nicht) in der Dortmunder Westfalenhalle (1) haben sich absolut gelohnt.
Eintrittspreis + Gebühren + Bus-/Bahnfahrt für insgesamt 40 € sind mehr als sozial und heutzutage eher eine Seltenheit.
Die Bahnfahrt war mit einem endlosen Gequetsche im Regionalexpress verbunden, wo natürlich auch mal wieder ca. 15-16 Jahre alte Idioten bei völlig überfülltem Zug ihr Six-Pack Bierflaschen verteilen mussten und sich das Zeug natürlich auch reingeschüttet haben... Tja - immerhin wurde durch den Alkoholgestank der Mief der Zigaretten überdeckt. Solche Leute sollte man unauffällig rausschmeissen - oder alternativ die Hose anzünden.
Am Dortmunder Hauptbahnhof (übrigens viel gammeliger als der in Düsseldorf, wie ich finde) war die entsprechende U-Bahn schnell zu finden und die Westfalenhalle schnell erreicht. 90 Minuten vor Einlass war ich da - meine erste Veranstaltung mit freier Platzwahl. Und auf "letzte Reihe stehen" hab ich keine Lust. Will sitzen!!
Da in der Halle 3a irgendeine Teenie-Gruppe spielte, pilgerten die ganzen Blagen in diese Richtung und vor der Halle 1 war nahezu nix los. Hätte also auch kurz nach Einlass oder sogar etwas später kommen können. Die teilweise nett anzusehenden jungen Damen hätte man also nur bei "Simple Plan" (so hieß die Gruppe) weiterhin beobachten können ;-)
Die (natürlich nicht vollständig freigegebene) Halle war aber dennoch nach und nach immer besser gefüllt und als die (gute) Vorgruppe "Livingston" begann, war sowohl der Innenraum als auch die mittelmäßig bequemen Stühle (die besten gibts in der KöPi-Arena) fast komplett gefüllt. Vielleicht so 3500-4500 Zuschauer, denke ich mal.
In 105 Minuten präsentierte Adel Tawil mit einer sehr guten Band und 2 gelungenen Backgroundsängern (eine Frau, ein Mann) deutlich rockigere Versionen von bekannten Titeln, die durch Balladen (Dienen, Du erinnerst mich an Liebe, Wenn ich tot bin) unterbrochen wurde.
Super Stimmung, gute Akustik, Sänger + Band waren nie zu laut, Publikum ging klasse mit. Zwischenzeitlich wechselte Tawil von der großen Hauptbühne, die mitspärlichen Mitteln (buntes Licht, etwas Nebel am Anfang) doch überzeugen konnte hin zu einer kleinen am Ende der Halle und spielte dort 2-3 weitere Titel als Zugabe.
Auch der Kontakt zum Publikum war stets da.
Zu Ende ging es (zum 2. Mal) mit "Vom selben Stern". Bei dem Song holte er einen treuen Fan auf die Bühne, der allein bei dieser Tour zum 10. Mal dabei war...
Dieser Fan sorgte mit seinen Bewegungen und "abfeiern" auf der Bühne für viel Spaß beim Publikum.
Die Rückfahrt war mal wieder mit Gedränge und Warterei verbunden - gegen 0:30 Uhr konnte ich dann bei mir am HBF aussteigen - dann mit dem Nachtexpress nach Hause und ca. 1 Uhr dann im Bett...
Aber es hat sich gelohnt... Nächstes Jahr kommen (unter anderem) Silbermond in die Westfalenhalle (3a). Hm....
Samstag, 8. November 2008
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