Dienstag, 21. Juli 2009

Michael Jackson - 3 Wochen danach

Fast vier Wochen nach dem Tod von Michael Jackson geht die Euphorie langsam zurück, der Run auf seine Alben nimmt ab und die Berichte im TV beschränken sich auf diverse "Insider"-Information über Vaterschaften, Sorgerechtsstreitigkeiten und anderen Kram.

Heute sind zwei meiner Jackson-Alben-Bestellungen eingetroffen. "Love Songs" mit früheren Stücken und die "Thriller 25"-Edition, mit dem wirklich herausragenden "neuen" Song "For all time".

Und was bleibt von Michael Jackson? Der Revolutionär der Videoclip-Ära, dessen Videos auch heute noch viele Maßstäbe setzen und einen Platz in der ewigen Playlist von Musiksendern und Youtube sicher haben. Aber auch der Mann, der mit diversen Skandalen und Vorwürfen konfrontiert wurde, viele Fehler machte und dessen Namen immer mit Missbrauchsvorwürfen in Verbindung stehen wird.

Michael Jackson werde ich als den größten medialen Superstar aller Zeiten in Erinnerung behalten, der trotz eines psychischen Schadens viele gute Songs hervorbrachte (und bringen wird - der Nachlassverwalter lässt grüßen).
Schön zu sehen, wie er noch einmal auf den Pop-Thron zurückkehrte - auch wenn er es selbst nicht mehr erleben konnte...

In den ersten drei Wochen nach seinem Tod stellt er vielfach Weltrekorde auf,
verkauft täglich 400.000 Einheiten seiner Musik. Im UK stehen 6 seiner Platten in den Top 10 der Album-Charts, in Deutschland belegt er die Plätze 1-6 sowie 2 weitere Ränge in den Top 10, das meistverkaufte Album in den USA stammt von Jackson und in den Top-Pop-Catalogue-Charts steht Jackson (inkl. Jackson 5/The Jackson) auf den ersten zwölf Rängen. Die Rekorde für die meisten Singles in den US-Top 100, UK-Top 200 und deutschen Top 100 fallen auch in diese Zeit.

Die Welt hat mit Jackson ihren größten männlichen Star verloren. McCartney, Waters, Gilmour, ABBA, Plant oder Page - sie alle verkauften mehr als 200 Millionen Tonträger, oft sogar noch weit darüber, aber dieser Starkult kam nur mit Jackson, vielleicht auch durch das Medienzeitalter bedingt.

Der letzte verbliebene globale Megastar mit diesem Kultfaktor und Medienpräsenz bleibt uns dagegen hoffentlich noch viele Jahre erhalten - wie leer sähe die Musikwelt ohne den größten weiblichen Popstar aller Zeiten - Madonna - aus?

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