Mittwoch, 2. Juni 2010

So? Oder so?

Tja... die Firma bleibt ein Schwert mit zwei Seiten. Soll man es jetzt gut finden, dass ich beim Ausfall einer Kollegin einige der Tätigkeiten übernehme, also so etwas wie ein Allrounder bin? Einerseits natürlich nicht schlecht, wenn der Chef weiß, dass man vielseitig einsetzbar ist und die Aufgaben auch bewältigen kann. Ob ich dann auch von Kurzarbeit für einen Tag verschont bleibe, ist eine andere Sache (Klärung noch offen).

Andererseits geht es da auch wieder irgendwie in die Richtung, die eigentlich nicht "so doll" ist. Postmappen auspacken, Akten anlegen etc. ist nun mal absolut nicht die Richtung, in die ich mich eigentlich orientieren will. Wenn man immer wieder für sowas rangezogen wird, da versperrt sich (zumindest gefühlt) der weg "nach oben", also in die andere Richtung, immer mehr.

Man kann das also so oder so sehen. Es sind nur relativ läppische Sachen, die zu machen sind - aber immerhin fragt Chef da nahezu immer mich (unnötig zu erwähnen, dass gewisse Kollegen auch für diese Aufgaben zu dämlichen wären).

Sehen wir es neutral, regen uns weiterhin über die teilweise unfassbar schlechte Verteilung der Kurzarbeit auf. Natürlich darf auch die gnadenlose Selbstüberschätzung des ein oder anderen Kollegen nicht unerwähnt bleiben, die viel zu hohe Meinung von sich selbst.

An manchen Tagen hat man wirklich keine Lust, sich soviel Mist noch länger anzutun.
Ich hab überhaupt kein Interesse daran, dass das so "schon fast alles" gewesen sein soll. Irgendwann mit Ende dreißig die größte Herausforderung an einer relativ simplen Exceltabelle, einem Serienbrief in Word oder ähnlichem Kleinkram zu sehen - nein danke.

So einige Wünsche in Bezug auf den Arbeitsplatz, manchmal auch Träumereien, sollten aber weiterhin erlaubt sein.

Vielleicht liegt es auch an mir - vor Selbstüberschätzung ist schließlich niemand ganz freizusprechen. Wer weiß...

Wenn ich mich nicht mit dem Eingewöhnen in ein neues Umfeld immer so schwer tun würde und die jetzige Sache nicht auch irgendwo praktisch und einfach wäre - ich hätte schon längst stapelweise Bewerbungen geschrieben.

Warten wir ab, was die Zukunft bringt...

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